von Uwe Greitens
Lassen Sie uns gleich mit der Frage starten, die garantiert zu unseren Zirkonoxid Rohlingen kommt – und die wir gerne beantworten:
„Warum ausgerechnet China?“
Weil wir mit offenen Augen und unserer Erfahrung dahin gegangen sind, wo Zirkonoxidqualität häufig beginnt: beim Rohmaterial. Wir hatten die Chance, mit einem der größten Rohstoff-Experten weltweit unsere Rohlinge von Grund auf zu denken. Die Qualitätsaspekte, die am Ende den Unterschied machen, verbessert man nicht nur durch die Rohlingsfertigung (Pressen & Vorsintern) sondern über gezielte Anpassungen bereits bei der Zirkonoxid-Pulver Aufbereitung. Dazu später mehr…
Seit über 20 Jahren begleiten wir die Entwicklung von Zirkonoxid – von der ersten Idee über die Zulassung bis zur Produktion im großen Maßstab.
Viele dieser Jahre waren Teil einer besonderen Reise: eine Neugründung aus dem sprichwörtlichen Keller – initiiert von einem Gründer, der mit viel Mut und einem feinen Gespür für den richtigen Moment den Grundstein für eine außergewöhnliche Entwicklung legte.
Aus dieser Idee wurde einer der größten Zirkonhersteller Europas.
Diesen Weg haben wir über viele Jahre in verantwortlichen Positionen begleitet. Eine intensive Phase, die unser Wissen darüber geschärft hat, was ein wirklich gutes Material ausmacht – technisch, wirtschaftlich und im Alltag der Labore.
An genau dieser Erfahrung knüpfen wir mit republicZr, unseren cosmetic dentistry ceramics, heute an – und verwirklichen unsere Vorstellung für eine sehr konkrete Anwendung:
„Das beste Zirkon für monolithische Versorgungen.“
Unsere Y-ML pioneer-Rohlinge sind Made for Germany – für alle, die unsere Vision von der idealen, digitalen Krone für jedermann teilen und damit wirtschaftlich erfolgreich sein wollen. Dabei setzen wir auf eine Fertigung in nationalen, heimischen Laboren.
Unser Antrieb ist: die bestmögliche Zahnversorgung für möglichst viele Menschen – hochwertig, schön, bezahlbar. Nicht als Kompromiss, sondern als neuer Standard.
Unsere Chemie: Y-ML – Rohlinge mit Smart Yttria Schichten
Für die neueste und bisher vielseitigste Generation der Zirkonoxide ist Yttrium besonders wichtig. Multi-Yttrium-Rohlinge (Y-ML) haben das Potenzial, den natürlichen Transluzensverlauf eines Zahns zu imitieren.
Ein hoher Yttrium-Anteil in der inzisalen Schicht des Rohlings stabilisiert die großen cubic crystalites, welche die Lichtbrechung reduzieren und so die Transluzenz steigern.
In zervikaler Richtung wird der Yttrium-Anteil reduziert, und die kleinen tetragonal crystals werden dominant im Mikrogefüge. So nimmt die Lichtdurchlässigkeit ab, und eine bessere Maskierung von verfärbten, devitalen oder Metall-Abutments ist gegeben. Zeitgleich können Festigkeit (MPa) und Risszähigkeit (KIc) zunehmen.
Yttrium: das Schlüsselelement im Rohmaterial
Rund 60 % der Qualität eines Zirkon-Rohlings entsteht bereits auf Pulverbasis – also noch vor dem industriellen Verpressen und Vorsintern. Eine zentrale Rolle spielt dabei Yttriumoxid (Y₂O₃): Der Stabilisator macht Zirkon überhaupt erst dentaltauglich – und ist, wie oben gezeigt, wesentlich für Transluzenz und Ästhetik.
Was vielen nicht bewusst ist: Nahezu 100 % des weltweit eingesetzten Yttriums stammen aus China – und es kann bis zu 30–40 % der Materialkosten eines dentalen Rohlings ausmachen. Vor diesem Hintergrund war für uns klar: Wer ein Zirkondioxid entwickeln will, das technisch überzeugt und wirtschaftlich konkurrenzfähig ist, muss die Wertschöpfung direkt an der Quelle denken.
Deshalb haben wir gezielt den Schulterschluss mit erfahrenen Spezialisten in China gesucht. Pulverherstellung und Rohlingproduktion erfolgen vollständig vor Ort – in unmittelbarer Nähe zum Rohstoff. So vermeiden wir Umwege über Japan oder Europa, reduzieren Transportwege und halten die Lieferkette kompakt: nur eine Fracht – direkt nach Deutschland.
Das spart Ressourcen, senkt Komplexität – und schafft echte Transparenz über Herkunft und Herstellung.
Was steckt im Zirkon? – Herkunft, Funktion & Farbstoffe auf einen Blick:
Unser Ansatz: neue Rezeptur, gewohnte Zuverlässigkeit
Aus Erfahrung wissen wir, ein Zr- Material muss widerstandsfähig während der Laborverarbeitung sein. Hier wird die Grundlage für den späteren, klinischen Erfolg gelegt. Bei Hybriden Y-ML Rohlingen ist dies aber keine Selbstverständlichkeit, wie wir es von älteren Zirkon-Generationen gewohnt sind.
Statt auf Standardmischungen zu setzen, haben wir deshalb für Y-ML pioneer nicht nur den Weg zum Ursprung des Yttriums nach China gewählt, vielmehr hatten wir die Möglichkeit bei der Entwicklung einer Pulverrezeptur mitzuwirken, die exakt auf die Anforderungen der digitalen Krone zugeschnitten ist. Mit SINOCERA (China) ergab sich die Gelegenheit, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der die Offenheit und den Mut hatte, unser Konzept auf technischer Ebene mit uns zu denken und weiterzuentwickeln. So entstand ein Material, das unseren Vorstellungen von Optik, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit entspricht.
Im Ergebnis setzt unsere Zirkonoxidentwicklung auf die innovative Uniform Particle Dispersion (UPD)-Technologie, um modernste Materialeigenschaften zu gewährleisten.
UPD Pulvertechnologie: Das Qualitätsgeheimnis von Y-ML
Mit der UPD Technologie können 3Y-TZP-Pulver – bekannt für ihre exzellente mechanische Festigkeit – und 5Y-PSZ-Pulver – mit maximaler Transluzenz – variabel kombiniert werden.
Dies ermöglicht fließende Transluzenzverläufe sowie eine gezielte Anpassung der Festigkeit genau dort, wo sie benötigt wird.
Ein weiterer Vorteil: Die Ausgangsmaterialien besitzen identische Sinteraktivität.Dadurch werden Ungenauigkeiten nach dem Sintern vermieden und Spannungen im Bauteil reduziert.
Das Ergebnis:
Ein echtes, monolithisches Zirkondioxid – entwickelt als ideale Grundlage für digitale Ästhetik und stabile Versorgungen bis zur 14-gliedrigen Brücke.
Konsequent auf digitale Prozesse abgestimmt und in einem authentischen Preismodell, das neue Maßstäbe in der Branche setzt.